Geschichte
Das Frauenkunstturnen in Obersiggenthal
Vorwort
Das Frauenkunstturnen in
der Schweiz wurde seit dem Jahre 1938 im Arbeiterturnverband SATUS gefördert.
Wettkämpfe und Meisterschaften wurden jedoch erst ab 1951 vom SATUS Schweiz
ausgetragen, ebenfalls fanden Vergleichswettkämpfe mit dem Ausland statt.
Im Jahre 1963 wurden die ersten Vebindungen mit dem Sportclub Litinov CSSR,
im Namen des SATUS und durch dessen Präsidenten in Obersiggenthal AG, Armand
Thönen, aufgenommen.
Durch die beiden Förderer, Armand Thönen und Willy Hurter Obersiggenthal, wurde der Trainer Ludek Martschini aus Litinov CSSR mit einer Turnerinnengruppe und 2 Betreuern in die Schweiz geholt.Hier entstand im April 1966 mit Schweizer Turnerinnen ein Trainingslager von 10 Tagen. Das Lager konnte dank Werbung im Schweizer Fernsehen und 3 Schauturnen, in Luzern, Zürich und Obersiggenthal, finanziert werden. Hier wurde auch der Grundstein dafür gelegt, dass zum ersten Mal Kunstturnerinnen aus der Schweiz an einer Meisterschaft in Dortmund, BRD, teilnehmen konnten . Es handelte sich um die beiden Turnerinnen Emma Schubinger und Gabrielle Theintz. Dank der Sportschule Magglingen, vertreten durch die Herren Oberst J. Hirt und Jack Günthardt, konnten diese beiden Mädchen mit dem Trainer Martschini vor der Meisterschaft für einen Monat ein Gratistraining inkl. Kost und Logis in Magglingen absolvieren.
An diesen ersten Meisterschaften mit schweizerischer Beteiligung rangierte Gabrielle Theintz aus Genf im 96. Rang und Emma Schubinger aus Rapperswil im 116. Rang von 180 Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt. Trainer Ludek Martschini und Betreuer Armand Thönen konnten lediglich im Hintergrund stehen, denn nur der Eidg. Turnverband ETV durfte an die Öffentlichkeit gehen; er war der Lizenzinhaber für den J.T.B. Auch sämtliche Kosten gingen auf unsere Rechnung.
Davos, im Mai 1991 A.T.
Kunstturnerinnen-Riege Obersiggenthal SFTV
Die Kunstturnerinnen-Riege kam aus dem Arbeiter-Turnverein SATUS Obersiggenthal und wurde im Jahre 1956 als einzige geführt. 10 Jahre später - im Jahre 1966 - machten sich die Turnerinnen mit ihrem Trainer Armand Thönen unabhängig und gaben sich den Namen "Freie Kunstturnerinnen von Obersiggenthal". Die offizielle Gründungversammlung wurde am 12. Mai 1967 im Restaurant Neuhaus in Nussbaumen durchgeführt. Die Riege begann mit 22 Kunstturnerinnen, im Alter zwischen 10 und 16 Jahren.
Als Gründer dieser Riege amtierten:
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Armand Thönen, Nussbaumen |
Präsident + 1. Techn. Leiter |
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Martin Ramisberg, Nussbaumen |
Kassier |
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Walther Welliger, Kappelerhof Baden |
Aktuar |
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Rolf Thönen, Nussbaumen |
2. Techn. Leiter |
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Walter Vogler, Kappelerhof Baden |
Vizepräsident |
Nach der Gründung wurden die jungen Kunstturnerinnen von Armand Thönen gesucht und in einer Riege zusammengehalten und trainiert. Die Eltern dieser Mädchen standen uns voll zur Seite und erklärten sich bereit, die Unfallversicherung aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Wir waren in jener Zeit weder dem ETV noch SFTV angeschlossen, da diese Sportart noch nicht anerkannt wurde und man uns als grosser Unkostenverursacher darstellte. Als Gönner der ersten Stunde standen uns der Gemeinderat und die Schulpflege von Obersiggenthal wohlwollend zur Seite. Vorerst durften wir die alte Turnhalle Gemeindesaal für 2 Abende pro Woche, von 18 Uhr bis 20 Uhr 30 benützen. Einen Stufenbarren mit Stützen und Gewichten habe ich selbst angefertigt, ebenso einen kleinen und einen normalen Schwebebalken. Für das Bodenturnen kaufte ich mir selber eine 12 Meter lange Filzbahn, für den Sprung durften wir die Schulgeräte benützen.
Zu einer weiteren Ausbildung als Trainer reisten mein Sohn Rolf und ich, zusammen mit Susi und Evelin Höpli aus unserer Riege, ins Trainingslager nach Litvinov CSSR. Dafür opferten wir 14 Tage Ferien und beglichen die Kosten aus der eigenen Tasche. Hier erlernten wir die ersten Pflichtübungen, die später durch uns in der ganzen Schweiz eingeführt wurden.
In der Folge habe ich für mich einen Plan ausgearbeitet, sowie einige wichtige Punkte gesetzt, an denen ich bis zu meinem Ausscheiden festgehalten habe. Mein erstes Gebot lautete: "Sei für die jungen Turnerinnen immer ein gutes Vorbild, ein guter Vater und Trainer." Von den Mädchen erwartete ich gute Leistungen in der Schule, bemühte mich mit Eltern und Lehrer guten Kontakt zu halten, was mir auch immer gut gelang. Ein- bis zweimal pro Jahr verlangte ich Einsicht in die Schulzeugnisse. Waren die Noten meiner Meinung nach ungenügend, musste das Mädchen die Riege verlassen bis die Leistungen wieder besser waren. Zum Glück musste ich nur sehr selten zu dieser Massnahme greifen; denn alle wollten bei uns in der Riege bleiben. Sie waren sich bewusst, dass wir nur ihr Bestes wollten.
Von uns Trainern wurde immer Korrektheit und Pünktlichkeit verlangt. Ebenso erwartete ich auch gute Kameradschaft und Hilfsbereitschaft unter den Turnerinnen. So mussten die Geräte immer gemeinsam aufgestellt und nach der Turnstunde wieder gemeinsam an ihren Platz zurückgestellt werden. Drückeberger und Faulenzer wurden nicht geduldet. Beim Appell wurde immer in Glied nach der Grösse aufgestellt, das älteste Mädchen musste die Gruppe und den Bestand melden. Fehlte eine Turnerin, wurde die Absenz begründet, oder die Eltern gaben uns Bescheid. Während der Trainingsstunde verlangten wir Ruhe und Einsatz. Kleine Stürze oder blaue Flecken nahm ich zur Kenntnis, die Mädchen mussten aber lernen auf die Zähne zu beissen und die Tränen zu unterdrücken. Es war für mich selbst nicht immer leicht, hart zu bleiben; denn die Mädchen waren mein Stolz, doch Disziplin und eine gewisse Härte waren nötig, andernfalls hätte ich nur noch den barmherzigen Samariter spielen können.
In diesem ersten Jahr hatten wir noch einige Schwierigkeiten mit unseren Pfarrherren. Sie waren Gegner einer solchen Art von Turnen. Ihre Argumente waren, es sei nicht in Ordnung, dass ein Mann die Mädchen betreue und in solchen Gymnastikanzügen zu Vorführungen mitnähme. Es gab auch Ärzte, die der Meinung waren, diese Art von Turnen sei für die Kinder schädlich. All das waren für uns natürlich grosse Nachteile; aber wir liessen uns nichts vorschreiben und konnten diese Bedenken mit der Zeit zerstreuen. So habe ich allein von Obersiggenthal während Jahren 5 Mädchen im Alter zwischen 7 und 15 Jahren in unserer Riege gehabt, die aus Arztfamilien stammten. Sehr wichtig war für uns die Kontrolle und Unterstützung der Herren Ärzte Dr. med. Zimmerli und Dr. med. Hössly. Die Bedenken unserer Pfarrherren konnten wir zerstreuen, indem wir sie zu unseren Trainings und Wettkämpfen mitnahmen. Auf diese Weise war es uns möglich diese Damen und Herren von unserer sauberen und seriösen Arbeit zu überzeugen.
Nach all diesen Anfangsschwierigkeiten bekamen wir auch grünes Licht, provisorisch der ETV-Unfallversichering beizutreten, was dann auch sofort geschah . Mit dieser Zusage wurden wir nun als erste Kunstturnerinnen-Riege dem SFTV (ETV) angeschlossen. Von diesem Zeitpunkt an wurden nun einige Riegen auf die Beine gestellt und konnten sich dem Eidgenössischen Frauenturnverband (SFTV) anschliessen.
Im Monat Februar 1968 wurden wir von der Generalversammlung des Damenturnvereins
Obersiggenthal als Unterriege aufgenommen. Es wurde uns allerdings die Auflage
gemacht, für unsere Trainer und Finanzen die Verantwortung selbst zu übernehmen,
was uns bis heute auch immer glückte.
Da bis Mitte 1968 noch keine andere Gruppen im ETV vorhanden waren, fehlte uns
die Möglichkeit, während dieser Zeit in der Schweiz Wettkämpfe
gegen andere Riegen auszutragen. Es gelang uns lediglich, mit Schauturnen an
diverse Turnfesten in der ganzen Schweiz für das Frauenkunstturnen Werbung
zu machen, was uns auch mit Erfolg gelang. Durch diese Aktivitäten war
es dann möglich, dank Spenden von Gönnern, unsere finanzielle Situation
zu verbessern. Unsere ersten Wettkämpfe konnten wir allerdings nur gegen
deutsche und österreichische Riegen durchführen.
Zu Anfang des Jahres 1968 wurde vom Schweizerischen Frauenturnverband ein einwöchiges Trainingslager für Kunstturnerinnen in Ennetbürgen durchgeführt. Als Hauptleiter amtete damals Hans Holliger von Adliswil, Lisbeth Aeppli und Gabi Schneider waren die Beauftragten vom SFTV, Abteilung Geräteturnen. Die Hauptarbeit hatten jedoch die Gruppen aus Obersiggenthal und Emmenbrücke zu leisten, da wir die erfolgreichsten Trainer und Kunstturnerinnen hatten. Beide Gruppen sind aus dem SATUS hervorgegangen. Erfolgreich war auch die Gruppe aus Adliswil mit ihrem Trainer Robert Steiger.
Ende Juli 1968 weilte Ludek Martschini als Trainer bei der Riege Emmenbrücke LU. Im Zusammenhang mit den politischen Unruhen in der CSSR meldete er sich als Flüchtling bei der Luzerner Fremdenpolizei. Er wurde nun auch als grosser Förderer der Luzerner Kunstturnerinnen verpflichtet. Ende 1968 erfolgte dann seine Berufung als Nationaltrainer zum ETV für das Frauenturnen. Damit wurde er offiziell angestellt und blieb in Luzern.
Das war nun auch für unsere Riege das Zeichen, mit uns Trainern mitzumachen. Beim Aufstellen eines Schweizer Kaders wurden folgende Obersiggenthalerinnen nominiert: Domenika Hössly, Evelyn Höppli, Susanne Höppli, Sonja Schneider, Claudia Schönsleben und Jolanda Scherer. Sofort wurde uns klar, dass diese Mädchen mehr Training brauchten. Es gelang mir in relativ kurzer Zeit in der Person von Herbert Pyrochta Verstärkung zu finden. Allerdings musste ich ihn vorerst in der Sportart Kunstturnen ausbilden und in kantonale und schweizerische Kurse delegieren, was er auch mit grossem Ehrgeiz zu machen bereit war. Gleichzeitig stellten wir mit Herrn Olav Kim einen Balltettmeister aus der Schule Baden an. Sein Honorar für die 2 Stunden pro Woche mussten die Mädchen allerdings aus der eigenen Tasche berappen. Insgesamt besuchten 12 Mädchen in unserer Turnhalle diesen Ballettunterricht. Während 2 Jahren unterrichtete Herr Kim unsere Mädchen und wurde dann als Ballettmeister ins Nationalkader von Ludek Martschini verpflichtet. Nach diesem Abgang fanden wir für weitere 2 Jahre Herrn Forrer, auch er Ballettmeister in Baden. Nach dieser Zeit wurde auch er ins Nationalkader aufgenommen. Anschliessend haben wir für die Dauer eines Jahres Frau Ursula Dietrich als Gymnastik-Leiterin und Profitänzerin verpflichtet. Dieser Unterricht wurde für die ganze Riege obligatorisch. Obwohl beinahe 40 Turnerinnen mitmachten, lief die Sache erstaunlich gut.
Das alles gab uns natürlich Ansporn und schöne Erfolge blieben auch nicht aus. Unsere Turnerinnen waren an den Wettkämpfen immer in den vordersten Rängen vertreten. Diese Erfolge setzten auch einen vollen Einsatz voraus. Turnerinnen und Trainer waren pro Woche 20 bis 24 Stunden im Training. Einige Probleme gab es immer wieder mit der Benützung der Turnhallen. Hauptsächlich übers Wochenende waren wir gezwungen in den umliegenden Ortschaften nach Trainingsmöglichkeiten zu suchen. Untersiggenthal, Oberehrendingen und Waldshut D, boten sich an. Wo keine Geräte vorhanden, mussten wir die unsrigen mitbringen, ein Glück, dass wir immer genug Wagen zur Verfügung hatten.
Im Jahre 1969 gelang es mir zu erreichen, dass unsere alte Turnhalle jeden Abend zwischen 17 Uhr 30 und 20 Uhr 30 zur Verfügung stand. Die Anzahl der Kunstturnerinnen in Obersiggenthal bewegte sich in jenen Jahren zwischen 25 und 40. Diese verhältnismässig grosse Zahl von Teilnehmerinnen zwang uns auch dazu, eine entsprechend grosse Zahl von Turngeräten zur Verfügung zu haben. Das war natürlich eine sehr kostspielige Angelegenheit; aber mit etwas Glück liessen sich auch diese Probleme meistern. Teilweise stellten wir diese Geräte selber her, andere kauften wir bei der Firma Alder-Eisenhut in Ebnat-Kappel. Diese Firma stellte uns grosszügigerweise einzelne Geräte unentgeltlich zur Verfügung, sozusagen zu Werbezwecken und auch als Gönnerin. Das führte dann dazu, dass wir diejenige Riege waren, die am meisten Geräte besass. Gesamthaft verfügten wir über 2 Stufenbarren, 7 Schwebebalken, 8 Filzbahnen von 12 m Länge, 10 Turnmatten, 6 grosse Schaumgummimatten, 6 Sprungbretter, 2 Fanggurten, 2 Minitrampolin, 2 Tonbandgeräte mit Boxen, 4 Notenanzeigetafeln mit Ständer und 150 Startnummern. Dank dieser guten Ausrüstung, war es uns immer wieder möglich, Veranstaltungen zu organisieren und zu übernehmen. Daneben wurden laufend Kurse und Trainigslager (kantonale und schweizerische) durchgeführt. Ebenso fanden bei uns auch Wettkämpfe in Test, Mannschafts-Halbfinals und Schweizermeisterschaften statt.
Nicht selten kam es vor, dass unsere Riege kurzfristig für kantonale und schweizerische Organisationen einspringen musste, weil sich keine Vereine zur Verfügung stellten, oder im letzten Moment absagen mussten. Nur dank der Tatsache, dass wir eine homogene Gruppe von Idealisten waren, konnte diese enorme Mehrarbeit bewältigt werden. In verdankenswerter Weise standen uns auch die Eltern der Turnerinnen, des Damenturnvereins und die Aktivsektion der Männerriege immer wieder zur Seite. Nicht unerwähnt bleiben darf auch die grosszügige Unterstützung von Gemeinderat, Schulpflege und Einwohnerschaft von Obersiggenthal, wir waren stets wie eine grosse Familie, entsprechend liess sich auch die finanzielle Seite immer zufriedenstellend abwickeln.
Ich möchte meinen Bericht nicht abschliessen, ohne meinem Wunsch Ausdruck zu geben, dass sich immer wieder Idealisten finden lassen, die sich für eine gute Sache einsetzen werden und Zeit und Einsatz zu opfern bereit sind. Was mich selbst anbelangt, stand nie der persönliche Profit im Vordergrund; umsomehr aber die Freude, mit den jungen Turnerinnen etwas zu leisten, mitzuhelfen ihren Charakter zu fördern und sie für ihren späteren Lebensweg zur Selbständigkeit zu erziehen. Während meiner 30-jährigen Tätigkeit als nebenamtlicher Trainer und Kunstturner konnten auch Unannehmlichkeiten und Enttäuschungen nicht ausbleiben. Ich habe mich aber nie entmutigen lassen, es gelang mir immer wieder, mich an der Arbeit der Kindern aufzurichten. Es gab für mich nichts schöneres als glückliches Lachen und strahlende Kinderaugen, wenn uns wieder etwas gut gelang. Es bleibt mir nur noch, all denen die uns in dieser langen Zeit in mannigfacher Weise ihre Verbundenheit bewiesen, die uns immer wieder ein offenes Ohr und eine offene Hand geliehen haben, von ganzem Herzuen zu danken. Möge das, was wir in gemeinsamer Arbeit gesät haben, weiterhin schöne Früchte tragen.
Armand Thönen
Die KUTU-Riege Obersiggenthal heute
Die Kunstturnerinnenriege Obersiggenthal, eine der ältesten Riegen der Schweiz überhaupt, blickt auf stolze 35 Vereinsjahre zurück. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert, angefangen mit dem Alter der Turnerinnen bis hin zu den hohen Anforderungen, die heute an die Turnerinnen gestellt werden. Gleichgeblieben ist der Enthusiasmus für diese Sportart. 25 Mädchen im Alter zwischen 5 und 13 Jahren trainieren heute wöchentlich zwischen 5 bis maximal 10 Stunden in der Halle, betreut von 6 ausgebildeten LeiterInnen und weiteren 8 HelferInnen. Obwohl die Zeiten der "gefürchteten Grünen" (damit waren die Turntenues gemeint) vorbei sind, das Trainingspensum nicht mehr für vorderste Spitzenplätze im schweizerischen Vergleich ausreicht, bleibt es nach wie vor Ziel des Vereins, talentierten Mädchen qualitativ hochstehende Turnkunst beizubringen. Kantonale Erfolge wie die Qualifikation für die SJM werden angestrebt.
Eine grosse Herausforderung für den Verein stellt das neue Wettkampfprogramm 2002 - 2006 dar, wo der Schwierigkeitsgrad weiter massiv erhöht wurde. Die KUTU-Riege Obersiggenthal nimmt die Herausforderung an mit dem Ziel, dass möglichst viele Turnerinnen in diesen Programmen (EP - Programm 6) gute Leistungen zeigen können - aber auch im Bewusstsein, dass es nicht alle Turnerinnen schaffen werden. Deswegen bieten wir an unserem Wettkampf die Kategorien Niveau 1 - Niveau 3 an, die sogenannte "Hobbyklasse" mit weniger hohen Leistungsansprüchen, gemacht für Turnerinnen, die Freude am Kunstturnen haben, aber aus verschiedenen Gründen den hohen Anforderungen der Programme nicht - oder noch nicht - gerecht werden können. Bei all den formulierten Zielen des Vereins bleibt der Grundsatz: Hauptsache, Kunstturnen macht Spass, in welcher Kategorie auch immer!
Daniela Benz-Keller, 2003